Designstudentin bastelt Wolf

Designstudentin bastelt Wolf

 

Hier ist mein fertiger Wolf für den Trickfilm. Beim Design war mir besonders wichtig, dass er eine bedrohliche Ausstrahlung hat, aber trotzdem stilisiert und leicht überzeichnet wirkt, fast wie in einem Cartoon. Er sollte nicht realistisch im zoologischen Sinne sein, sondern einen klaren Charakter besitzen.

Nachdem das Drahtgerüst stand, habe ich den Körper mit Stoff umklebt, um Volumen und Form aufzubauen. Dadurch konnte ich die Proportionen bewusst überzeichnen. Der Rücken ist leicht gekrümmt, der Körper wirkt angespannt und die Beine etwas kantig. So entsteht eine dynamische, fast lauernde Haltung. Anschließend habe ich alles angesprüht, um eine einheitliche, düstere Farbigkeit zu erzeugen. Das gesprayte Grau mit dunkleren Nuancen verstärkt die bedrohliche Wirkung und gibt dem Wolf Tiefe.

Das Fell habe ich bewusst etwas struppig gelassen. Die abstehenden Fasern sorgen für eine unruhige Silhouette, was ihn wilder und aggressiver erscheinen lässt. Gleichzeitig sind die Augen stark stilisiert und sehr präsent, fast überzeichnet. Dieser Kontrast zwischen realistischer Materialität und cartoonhafter Mimik macht den Charakter für mich besonders spannend.

Im Design ging es also um Ausdruck und Wiedererkennungswert. Der Wolf soll im Trickfilm sofort als Antagonist funktionieren, aber trotzdem visuell interessant bleiben. Genau diese Balance zwischen Charakterdesign, Materialexperiment und ästhetischer Reduktion fand ich an diesem Projekt besonders reizvoll.